Leistungen

Ob grundlegende Beratung, Projekt-Durchführung oder Produktiv-Betrieb, wir unterstützen Sie gerne und finden passende Lösungen für (fast) jeden Bedarf.

Consulting

Am Anfang steht ein Gespräch darüber, wie in Ihrem Unternehmen gearbeitet wird. Welche Systeme sind im Einsatz, wer nutzt sie wofür, und wo entstehen im Alltag Reibungsverluste? Oft sind es Kleinigkeiten, etwa ein Drucker, der regelmäßig hängt, oder eine Freigabe, die nur von einem bestimmten Rechner aus erreichbar ist. Solche Punkte lassen sich am besten vor Ort klären, zusammen mit den Mitarbeitern, die täglich mit der Technik arbeiten.

Im zweiten Schritt nehmen wir den vorhandenen Bestand auf: Server, Netzwerkkomponenten, Arbeitsplätze, Lizenzen und die Abhängigkeiten dazwischen. Gerade in kleineren Unternehmen ist die IT über Jahre gewachsen, und manches Wissen existiert nur im Kopf einzelner Personen. Eine saubere Übersicht ist deshalb auch unabhängig von späteren Projekten nützlich, zum Beispiel wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt.

Auf dieser Grundlage lässt sich einschätzen, was weiter tragfähig ist und wo Handlungsbedarf besteht. Häufig genügt es, vorhandene Technik anders zu konfigurieren oder ein einzelnes Gerät zu ersetzen. Manchmal ist ein größerer Umbau sinnvoll, etwa wenn Hardware aus dem Herstellersupport fällt oder für ein Betriebssystem keine Sicherheitsupdates mehr erscheinen. In beiden Fällen erhalten Sie eine Einschätzung mit groben Kosten, dem erwarteten Nutzen und den Risiken, die bestehen bleiben.

Fachbegriffe lassen sich dabei nicht immer vermeiden. Eine Entscheidung über das eigene Netzwerk oder die Datensicherung sollte man aber treffen können, ohne selbst IT-Fachmann zu sein. Wo sich etwas nicht eindeutig beurteilen lässt, kann es sinnvoll sein, eine Lösung zunächst in kleinem Rahmen auszuprobieren, bevor sie im ganzen Unternehmen eingeführt wird.

Typische Anlässe sind die Ablösung eines in die Jahre gekommenen Servers, die Anbindung eines zweiten Standorts, ein Umzug in neue Räume oder die Frage, wer im Unternehmen eigentlich auf welche Daten zugreifen darf. Auch nach einem konkreten Vorfall, etwa einem Datenverlust oder einem längeren Ausfall, hilft eine nüchterne Bestandsaufnahme bei der Entscheidung, was sich ändern sollte.

Beratung kann der Auftakt zu einem Projekt sein, etwa einem neuen Netzwerk, einem Backup-Konzept oder der Einführung von Monitoring. Sie kann aber auch für sich stehen, wenn vor einer Entscheidung zunächst Klarheit über die Ausgangslage nötig ist.

Monitoring & Backup

Für die Überwachung von Servern und Netzwerk setzen wir Icinga und Checkmk ein. Checkmk erkennt auf einem neu eingebundenen System viele Dienste und Messwerte automatisch und ist dadurch schnell eingerichtet. Icinga lässt sich sehr flexibel konfigurieren und eignet sich gut für verteilte Umgebungen mit mehreren Standorten. Welches System besser passt, hängt von Größe und Aufbau der Umgebung ab.

Überwacht werden typischerweise Speicherplatz und Zustand der Datenträger, laufende Dienste, die Gültigkeit von Zertifikaten, Netzwerkverbindungen und die Hardware selbst. Viele Ausfälle kündigen sich in diesen Werten an: Eine Festplatte meldet Lesefehler, ein Volume läuft langsam voll, ein Zertifikat läuft in wenigen Wochen ab. Die Schwellwerte werden auf den jeweiligen Betrieb abgestimmt, damit eine Meldung tatsächlich auf etwas hinweist, das zu tun ist. Beide Systeme speichern Messwerte über längere Zeit. So werden Entwicklungen sichtbar, etwa ein stetig wachsender Speicherbedarf, und Erweiterungen lassen sich rechtzeitig planen statt unter Zeitdruck. Benachrichtigungen lassen sich nach Dringlichkeit staffeln, etwa per E-Mail für Hinweise und per Messenger oder SMS für akute Störungen.

Bei der Datensicherung richtet sich das Werkzeug nach der Umgebung. Virtuelle Maschinen und Container unter Proxmox sichert der Proxmox Backup Server inkrementell und dedupliziert, was Speicherplatz und Sicherungszeit spart. Einzelne Linux-Server lassen sich mit Borg effizient sichern, ebenfalls dedupliziert und zusätzlich verschlüsselt. Borg-Archive können bei Bedarf wie ein Laufwerk eingebunden werden, sodass sich auch einzelne Dateien schnell zurückholen lassen. Bareos ist eine vollständige Netzwerk-Backup-Lösung mit zentralem Server und unterstützt auch Bandlaufwerke, was bei großen Datenmengen und langfristiger Archivierung eine Rolle spielt.

Als Speicherziel und für die Synchronisierung von Daten dienen Systeme auf Basis von TrueNAS SCALE. Das zugrunde liegende Dateisystem ZFS erstellt Snapshots, aus denen sich versehentlich gelöschte oder durch Schadsoftware verschlüsselte Dateien wiederherstellen lassen, und kann Daten auf ein zweites System an einem anderen Standort replizieren.

Unabhängig vom Werkzeug gilt: Verlässlich ist eine Sicherung erst, wenn die Wiederherstellung getestet wurde. Zu einem Backup-Konzept gehört deshalb auch die Frage, welche Daten wie schnell wieder verfügbar sein müssen. Bewährt hat sich die 3-2-1-Regel: drei Kopien der Daten auf zwei unterschiedlichen Speichermedien, davon eine außer Haus.

Netzwerk-Infrastruktur

Ein stabiles Netzwerk fällt im Alltag kaum auf. Probleme zeigen sich erst, wenn die Videokonferenz stockt, das WLAN im Lager abbricht oder ein Drucker nicht erreichbar ist.

Wir setzen auf Netzwerk-Komponenten von Ubiquiti auf Enterprise-Niveau: Switches, Access Points und Gateways, die über eine gemeinsame Oberfläche zentral verwaltet werden. Das hat im Betrieb handfeste Vorteile. Konfigurationsänderungen lassen sich für alle Geräte einheitlich vornehmen, Firmware-Updates werden zentral eingespielt, und der Zustand des gesamten Netzwerks ist auf einen Blick sichtbar, einschließlich der verbundenen Geräte und der Auslastung einzelner Anschlüsse. Die Gateways übernehmen Routing und Firewall und können mehrere Standorte per VPN miteinander verbinden. Auf demselben Weg lassen sich Mitarbeiter im Homeoffice sicher an das Firmennetz anbinden.

Beim WLAN entscheidet die Planung über die spätere Qualität. Wie viele Geräte sind gleichzeitig verbunden, und wo stören Regale, Brandschutztüren oder Maschinen den Empfang? Position und Anzahl der Access Points richten sich nach diesen Gegebenheiten. Aktuelle Geräte unterstützen Wi-Fi 6 und neuere Standards, die vor allem dann Vorteile bringen, wenn viele Geräte gleichzeitig im Funknetz sind. Mehrere Access Points bilden dabei ein gemeinsames Funknetz, sodass Geräte beim Gang durchs Gebäude den Access Point wechseln, ohne sich neu anmelden zu müssen.

Zur Sicherheit gehört eine sinnvolle Aufteilung des Netzes in getrennte Segmente, sogenannte VLANs. Gäste erhalten einen eigenen Zugang ohne Zugriff auf interne Systeme, und Bereiche wie Telefonie, Kameras oder Produktionstechnik lassen sich voneinander abschotten. Auch Drucker und vernetzte Geräte, deren Software selten aktualisiert wird, sind in einem eigenen Segment besser aufgehoben. Wird ein einzelnes Gerät kompromittiert, bleiben die Folgen so auf seinen Bereich begrenzt.

Grundlage bleibt eine ordentliche Verkabelung. Beschriftete Anschlüsse und ein aktueller Netzwerkplan erleichtern spätere Änderungen und die Fehlersuche, auch für jemanden, der das Netz nicht selbst aufgebaut hat.

Bei der Dimensionierung lohnt etwas Reserve an Anschlüssen, Bandbreite und PoE-Leistung, mit der Access Points und Kameras direkt über das Netzwerkkabel mit Strom versorgt werden. Eine spätere Erweiterung ist dann ohne zusätzliche Hardware möglich.

Umbauten am Netzwerk führen wir nach Möglichkeit außerhalb Ihrer Geschäftszeiten oder abschnittsweise durch, damit der laufende Betrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird.

Hochverfügbarkeitslösungen

Hochverfügbarkeit bedeutet, dass ein System weiterläuft, auch wenn eine einzelne Komponente ausfällt. Sinnvoll ist das überall dort, wo ein Ausfall schnell teuer wird, etwa wenn ohne Warenwirtschaft keine Aufträge bearbeitet werden können oder die Produktion auf einen bestimmten Server angewiesen ist.

Am Anfang steht deshalb die Frage, welche Systeme tatsächlich kritisch sind. Hilfreich sind dabei zwei Kennzahlen: wie lange ein System höchstens ausfallen darf und wie viele Daten im schlimmsten Fall verloren gehen dürfen. Für viele Anwendungen reicht eine gute Datensicherung mit schneller Wiederherstellung. Für andere lohnt sich Redundanz, also mehrere Server im Verbund, gespiegelte Datenspeicher, eine zweite Internetanbindung oder eine unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Ein verbreiteter Ansatz ist ein Cluster aus mehreren Virtualisierungsservern mit gemeinsamem oder repliziertem Speicher. Fällt ein Server aus, werden die betroffenen virtuellen Maschinen automatisch auf einem anderen Server neu gestartet. Hochverfügbar heißt dabei in der Regel nicht unterbrechungsfrei: Statt Stunden oder Tagen dauert die Unterbrechung dann typischerweise nur wenige Minuten.

Redundanz verursacht laufende Kosten, nicht nur bei der Anschaffung. Doppelt vorhandene Systeme müssen gepflegt, aktualisiert und überwacht werden. Gerade die Überwachung ist wichtig: Fällt ein redundanter Teil unbemerkt aus, läuft das System zwar weiter, hat aber keine Reserve mehr, und das zeigt sich erst beim nächsten Defekt. Es ist daher meist wirtschaftlicher, Hochverfügbarkeit gezielt für einzelne Systeme einzurichten statt pauschal für die gesamte Umgebung.

Betrachtet werden muss dabei die gesamte Kette von der Stromversorgung über die Netzwerkanbindung bis zur Anwendung. Ein redundanter Server-Verbund hilft wenig, wenn alle Geräte an einer einzigen Steckdosenleiste hängen, nur eine Internetleitung vorhanden ist oder die Klimatisierung im Serverraum keine Reserve hat. Auch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sollte mit den Servern kommunizieren, damit diese bei einem längeren Stromausfall geordnet herunterfahren, bevor die Akkus leer sind. Häufig liegt die größte Schwachstelle an einer solchen unscheinbaren Stelle und lässt sich mit vergleichsweise geringem Aufwand beheben.

Ob eine Umschaltung wie geplant funktioniert und wie lange sie dauert, zeigt sich erst im Test. Solche Tests lassen sich in einem Wartungsfenster außerhalb der üblichen Arbeitszeiten durchführen. Ebenso wichtig ist ein kurzer, schriftlicher Ablauf für den Ernstfall: welche Schritte in welcher Reihenfolge nötig sind und wer zu erreichen ist.